Strategische Allianzen für nachhaltige Entwicklung ? Innovationen in Unternehmen durch Kooperation mit NPOs (StratAll)
Nachhaltige Entwicklung benötigt Innovationen
Eine nachhaltige Entwicklung und die dafür notwendige Steigerung der Ressourceneffizienz stellt für Organisationen und deren Akteure eine Herausforderung dar, die neben technologischer vor allem auch sozialer und organisatorischer Innovationen bedarf. Entscheidend für nachhaltigkeitsorientierte Innovationen sind
- gut ausgebildete Arbeitskräfte,
- die Anwendung ergebnis- und stakeholderorientierter Managementsysteme und deren Schnittstellenmanagement innerhalb von Kooperationen,
- Stakeholderdialoge in der Wertschöpfungskette,
- die Interaktion zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft sowie
- Veränderungen in der Organisationsentwicklung und Arbeitsplatzgestaltung.
StratAll hat untersucht, wie dies gelingen kann, und praxistaugliche Instrumente zur Initiierung und Weiterentwicklung innovations- und nachhaltigkeitsorientierter Allianzen entwickelt. Diese Methoden und Instrumente unterstützten den Aufbau eines intersektoralen Unternehmensnetzwerks in der Ruhrregion (Metalog und stehen ? über die Projektlauszeit hinaus ? auch anderen Netzwerken zur Verfügung.
Verschiedene strategische Allianzen als Forschungsgegenstand
Forschungsgegenstand des Vorhabens waren unterschiedliche strategische Allianzen, die die Spannbreite der Handlungsfelder einer nachhaltigen Entwicklung abdeckten und jeweils im Fokus einzelner Teilvorhaben standen. Inhaltlich gliedern sich die ausgewählten strategischen Allianzen in:
- einen regionalen Branchenzusammenschluss/Kompetenzcluster (OWL MASCHINENBAU),
- Kooperationen in der Wertschöpfungskette (Gesamtverband der Aluminiumindustrie ? GDA),
- eine Bildungsallianz und (KURS 21) und
- eine strategische intersektorale Stakeholderallianz (Metalog).
KMU im Fokus
Ein besonderer Fokus lag auf kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), für die es eine besondere Herausforderung ist, die komplexen Anforderungen zu beherrschen, und für die zudem eine Sicherung der individuellen Stärken und Alleinstellungsmerkmale von existenzieller Bedeutung ist. Dem Aspekt des (unternehmensübergreifenden) Lernens kam daher eine besondere Rolle im Projekt zu.
Interdisziplinäres Projektteam
Die Komplexität dieses Forschungsgegenstands selbst setzte eine interdisziplinäre und vernetzte Bearbeitung voraus. Die Auswahl der im Projektverbund ausgewählten Institutionen trug dieser Voraussetzung Rechnung, indem Disziplinen wie Organisations- und Personalentwicklung (Labor für Organisationsentwicklung an der Universität Duisburg-Essen), Nachhaltigkeits- und Ressourcen-Produktivitätsforschung (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Arbeitsgestaltung und -organisation (Institut für Arbeitswissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt), strategisches Management und Qualitätsmanagement (Trifolium), Wertschöpfungskettenmanagement und Stakeholderprozesse (CSCP), Bildungswissenschaft und -organisation (Wuppertal Institut) verknüpft wurden.
Kooperation von Trifolium und OWL MASCHINENBAU
Hauptaufgabe von Trifolium war es, gemeinsam mit dem Branchencluster OWL MASCHINENBAU aus Ostwestfalen-Lippe erfolgskritische Managementstrukturmerkmale von Netzwerken zu identifizieren und auf Grundlage dieser Erkenntnisse ein Instrumentenset zur nachhaltigkeits- und innovationsorientierten Netzwerksteuerung zu entwickeln.
Mit 272 Unternehmen und über 42.000 Beschäftigten ist der Maschinenbau eine historisch gewachsene Kernkompetenz der Region Ostwestfalen-Lippe.
Um für die Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung der Märkte und des beschleunigten technologischen Wandels gut gerüstet zu sein und Synergien durch strategische Kooperationen zu nutzen, haben 13 Unternehmen der Region im Jahr 2003 das Innovationsnetzwerk OWL MASCHINENBAU gegründet. Heute zählt das Netzwerk über 160 Mitglieder und Partner. Ziel der Partner ist es, die Wettbewerbskraft der ansässigen Unternehmen durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und intelligente Kooperationen zu stärken. Der Standort Ostwestfalen-Lippe wird gemeinsam zu einem Hochleistungsstandort für Innovationsentwicklung und effiziente Maschinenbauproduktion ausgebaut.


